Auszüge aus dem Brand Journal der FF-Sillian (Original Berichte seit 1945)
   
Brandbericht Nr.: 62 (1945)  
Am 5. Jänner 1945 in den Abendstunden brach im Jaus des Peter Gietl ein Kaminbrand aus welcher infolge mangelnder Umsichtigkeit der weiblichen Hausbewohner sich im totalem Haus ausbreitete. Die Bewohner von Sillian taten ihr möglichstes um den Brand von den Nachbarhäusern fern zu halten, was auch mit allen Anstrengungen gelang. Das gesamte Haus wurd fas vollständig vernichtet.
   
Brandbericht Nr.: 63 (1945)  
Am 27.Feber 1945 brannte infolge eines Tiefflieger Angriffes das Gebäude des Eisenbahnzollamtes am Bahnhof in Sillian vollständig nieder. Der Bahnhof und die umliegenden Gebäude erlitten keine Schäden.
   
Brandbericht Nr.: 64 (1945)  
Am 3.März 1945 Großbrand in Arnbach
In den mittagsstunden dieses Tages erfolgte ein feindlicher Tiefflieger-Angriff auf einen auf der Strecke Sillian - Weitlanbrunn stehenden Güterzug in dessen Folge einige Brand auf die Futterhäuser des Michl Jesacher und Jos. Jesacher fielen. Infolge gerieten beide Gebäude in Brand. Die Feuerwehr Sillian rückte mit allen zur verfügung stehenden Mitteln zu der Brandstelle aus. Dank der Windstille konnten die umliegenden Gebäude gerettet werden. Die Brandobjekte jedoch und die Jesacher Herpfe fielen den Flammen vollständig zum Opfer.
   
Brandbericht Nr.: 64 (1945)  
Am 3. März 1945 anschliesend an den Tieffliegerangriff in Arnbach erfollgte ein solcher auf den Bahnhof von Sillian, welcher jedoch keinen Brandschaden erlitt dagegen aber die beiden Asthof Höfe die durch den Angriff durch Brand vollständig vernichtet wurden. Wegen des Löscheinsatzes in Arnbach konnte die FF-Sillian in Asthof keine Löscharbeiten durchführen!
   
Brandbericht Nr.: 70 (1948)  
 Am 23.Juni 1948 wurde die FF-Sillian von Obertilliach alarmiert das dort ein großer Waldbrand wüte. Ein sofort nach Obertilliach entsanter Löschtrupp mit Motorspritze brauchte dort nicht mehr in Aktion zu treten, da die Ausbreitungsgefahr bereits gebannt sei und der Brand im löschen.
   
Katastrophenbericht Nr.: 89( 1962)  
Am Ostersonntag den 22.4.1962 um 21:35 Uhr wurde durch die Sirene Alarm gegeben. Durch den großen Schneefall am vorhergehenden Sonntag (Palmsonntag) war die darauf folgende schnell warme Witterung Schuld das das Hoferbachl zur Gefahr wurde. Der erste Ausbruch erfolgte am 22.4.1962 um 21:35 Uhr und brachte ziemlich eine Menge Gesteine und grobes Material. Durch rasches eingreifen der Wehr konnte das Wasser in kurzer Zeit wieder zusammen gefasst werden und in das alte Bachbett geleitet werden. Die meiste Gefahr bestand bei den Schächten die zur gänze voll waren und ständig geräumt werden mußten. Um 23:45 Uhr erfolgte der zweite Murbruch wo wiederum Alarm gegeben mußte.Der dritte Bruch erfolgte am darauf folgendem Morgen um 7 Uhr früh den 23.4. Am 24.4.1962 um 4:45 Uhr efolgte der letze Murbruch wo wiederum Alarm gegeben mußte. Die Wehr rückte mit ca. 50 Mann aus und übernahm die ständige Bewachung von 22.4.1962 21:35 Uhr bis den 24.4.1962 8 Uhr Früh. Am 23.4.1962 Vormittags wurde von dem zur Zeit zuständigen Bürgermeister i.V. Vizebürgermeister Herrn Amtsrat Kohler der Notstand ausgerufen, so das die Wehr durch Hilfeleistung von Zivilpersonen am 23. udn 24. entlastet wurde. Es entstand ein erheblicher Schaden an der neuen Bundesstraße so wie Vernichtung von Feldern!  
   
Katastrophenbericht Nr.: 99 (1965)  

Am 2.Sept. 1965 um 5:30 Uhr wurde die Wehr durch Sirenen Alarm zum Einsatz gerufen. Ab diesem Zeitpunkt war die Wehr pausenlos bis zum 4.Sept. im Einsatz. Durch überstarke Regenfälle am 31. August 1/2/3 und 4.September wurde ein jedes kleine Bachl zum Wildbach. Den ersten Einsatz leistete die Wehr in Rabland, da das Gschwenterbachl aus den Ufern getreten ist und Rabland davon bedroht wurde. Kaum vom Einsatz zurück gekehrt wurde um 7:30 Uhr in Sillian Alarm gegeben, das Stoffenbachl brachte wiederum wie des öfteren schon, Geröll und Steine, die Schächte waren in kurzer Zeit voll, dadurch war man gezwungen den inzwischen angewachsenen Wildbach einen freien Ablauf zu schaffen und zwar beim Stauder über die Straße hinunter. Es regnete immer fort in Strömen, um 9 Uhr mußte die Wehr an verschiedenen Orten zum Einsatz gebracht werden. Der Stänkerbach kam in voller Wucht, dadurch wurde die Atzwanger Säge sowie Bahn und Bretterlager bedroht. Dies konnte aber durch Einsatz aller Kräfte in letzter Minute verhindert werden. Auch das Oberbäckbachl brachte Gefahr für den Markt, da die Kanäle verstopft waren mußte es durch den Marktplatz in den Gärberbach geleitet werden. Durch großes Entgegenkommen des Kameraden Oskar Leiter konnte ein Katapiller noch zur rechten Zeit von Obertilliach heraus gebracht werden, ohne diese Maschine wäre man der Abwehr der großen Gefahr machtlos gegenüber gestanden. In den Nachmittagsstunden des 2.Sept. mußte der Notstand ausgerufen werden, da durch immer andauernden starken Regen neue Gefahrenstellen entstanden. Man konnte schon in den Abendstunden nicht mehr genau feststellen in welcher Seite die größere Gefahr bestand. Die Drau drohte in Arnbach auszubrechen, der Lanabach brachte Geröll und Steine, das Hoferbachl bedrohte den Teil von Außermarkt, dazu kam noch das, das Telefonnetz sowie der Strom ausfiel, so das eine Verständigung sowie die Alarmierung sehr erschwert wurde. Die Verständigung mußte durch Melder und Funk erfolgen, die Beleuchtung durch Notbehelfe, die immer wieder neue Alarmierung durch Glockenschlag. Von auswärts war keine Hilfe zu erhoffen, da im ganzen Bezirk Alarm bestand und die Feuerwehr überall im Einsatz stand. Auch die Bahnlinie sowie die Straße waren unterbrochen. Um 2:30 Uhr vom 2. auf 3. September brach rechts vom Lahnerboden eine große Mure ab, obwohl ein großer Teil der Mure Schatseiten liegen blieb, ging ein Teil der Mure in die Drau, dadurch bestand höchste Gefahr für einen großen Teil des Marktes und die Bewohner der Gefahrenzone mußten evakuiert werden. Durch mutigen Einsatz der Feuerwehrkameraden und Freiwilligen Helfer, konnte doch das schlimmste verhindert werden. Erst am 3. September in der Früh konnte man feststellen welche Unmengen von Material, Holz und Steine die Mure gebracht hatte. Am 3. September inder Früh mußte die Draubrücke wegen Staugefahr entfernt werden. Erst in den Vormittagsstunden des 3.September hörte es zu Regnen auf, so das die Hauptgefahr gebannt war. Die FF-Sillian war vom 2.September 1962 5 Uhr früh bis 4.September 15 Uhr ständig im Einsatz!

   
Brandbericht (1980)  
Am Mittwoch den 10.Dezember 1980 um 6:05 Uhr wurde die FF-Sillian alarmiert und nach Innichen gerufen. Dort war im Obergeschoß des Weißen Rössl ein Brand ausgebrochen, welcher einer Angestellen das Leben kostete. Die Feuerwehr Sillian ist mit 15 Mann ausgerückt und wurde hauptsächlich mit den Atemschutzgeräten eingesetzt, zumal große Rauchentwicklung vorlag. Da es in der Organisation Schwierigkeiten gab, kehrte die FF-Sillian um 9:15 Uhr nach Hause zurück.
   
Brandbericht (1990)  
Durch Grillen im Freien brach in der Winnebacher Alm im Silvestertal unterhalb des Thurntalers ein Wald- und Flurbrand aus. Hiezu wurde auch die FF-Sillian gerufen. Die FF-Sillian war 2 Tage im Einsatz. Am 18.März wurde Sirenenalarm gegeben, am 19.März fuhr die FF-Sillian auf Grund der getroffenen Vereinbarung nach Winnebach. Die Feuerwehr Sillian war jeweils in die Relaiceschaltung eingebaut. Es mußte Wasser von der Drau bis zur Winnebacher- Alm gepumpt werden. Auch italienische Hubschrauber waren im Einsatz - der Notarzthubschrauber aus Lienz durfte nicht starten. Die FF-Sillian fuhr an beiden Tagen mit dem Mannschaftswagen und dem kleinen Tankwagen aus.